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Coxa valga


  • CCD-Winkel größer als 130°
  • physiol.: bis zum 12. Lebensjahr bildet sich die Coxa valga zu einem CCD-Winkel von 125° und einem *Antetorsionswinkel von 20° zurück
  • Gefahr der Luxation bei Adduktion
  • Zunahme der longitudinal verlaufenden Trajektorien
  • Kraftarm der Abduktion verkleinert sich → erhöhte Kompressionsbelastung im Gelenk

Coxa antetorta

  • Fehlstellung in der Transversalebene ( Antetorsionswingel größer als 20° [physiol.:12°, *Neugeborenes 30°])
  • Luxationsgefahr nach ventral, besonders bei AR


  • Coxa valga und Coxa antetorta können isoliert bestehen, oder mit einer Pfannendysplasie kombiniert sein

Klinik/ Symptomatik

  • Asymmetrien der Gesäß- und Analfalte
  • bei einseitiger Subluxation → deutliche Beinverkürzung
  • schnellere Ermüdbarkeit des betroffenen Beines → Trendelenburg, Duchenne
  • Hypertrophie der Adduktoren bei Coxa valga antetorta durch den kürzeren Kraftarm der Adduktoren
  • vermehrte IR beim Gehen, Tibiatorsion häufig vergrößert
  • Belastung der Kgs
  • eng beieinander stehende HG-Zentren
  • bei vergrößertem Antetorsionswinkel Sitzen mit innenrotierten Oberschenkeln

Anamnese

Schmerzen

  • Beschwerden im Trochanterbereich durch schnellere Ermüdbarkeit der beckenstabilisierenden Muskeln
  • LWS- und ISG-Probleme
  • Schmerzen im Leistenbereich nach sportlicher Belastung
  • druckschmerzhafte Zonen in der LWS
  • Schmerzen im ventralen HG-Bereich
  • Reizung der Bursa iliopectinea
  • Ansatzreizungen der HG-AR und HG-Abd-Muskeln

Kraftreduktion

  • Atrophien der pelvitrochantären Muskulatur
  • bei großem Antetorsionswinkel sind die HG-AR deutlich geschwächt
  • HG-Abduktoren geschwächt → Trendelenburg, Duchenne
  • HG-Extensoren und Unterbauchmuskulatur geschwächt

Verkürzungen

  • Lumbale Rückenstrecker hyperton

Beweglichkeit

  • Instabilität nach ventral & lateral → Dezentrierung nach ventral (Anteposition oder lateral (expulsiv) durch beschleunigte Aktivitäten in HG-Flex und HG-Add mit langem Hebel in der offenen Kette
  • verminderte Beckenstabilität in der Standbeinphase


konservative PT-Behandlung

  • Zentrierung des Hüftkopfes
  • Schmerzen lindern
  • Verbessern der Beweglichkeit
  • Stabilisation instabiler WS-Abschnitte
  • Verbesserung von Kraft und Koordination der Hüft- & Beinmuskeln
  • gelenkschonendes Verhalten und Erarbeiten von Entlastungsstellungen

OP

  • Varisierungsosteotomie durch Plattenosteotomie
  • post-OP: Mobi ohne Belastung, 6 Wochen maximaler Sohlenkontakt, bis zur 12. Woche Sohlenkontakt szeigern (Rö-Befund)