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Coxa vara


  • verkleinerter CCD-Winkel 120°-90° mit abnormer Varusstellung des Schenkelhalses (evtl. einhergehend mit Retrotorsion)


Ätiopathogenese

  • kongenitale Anlagestörung
  • angeborene generalisierte Skeletterkrankung
  • verminderte Festigkeit des Knochens
  • Schädigung der Wachstumsfuge


Klinik:

  • Hochstand des Trochanter maj. führt zur aktiven Insuff der kl. Gluteen
  • Beinverkürzung (funktioneller Beckenschiefstand)
  • IR (bei bestehender Retrotorsion) und ABD eingeschränkt
  • Biegespannungen erhöht (mehr Zug- und weniger Drucktrajektorien)
  • spontane SHF
  • M. tfl versucht durch Zuggurtunsfunktion Biegespannung zu mildern und wird überlastet (Insertionstendopathien)
  • bei doppelseitiger Coxa vara Hyperlordosierung der LWS


Prognose

  • tendiert zur Progression


Anamnese Schmerzen/Probleme

  • Beschwerden im Trochanterbereich nach längerem Stehen
  • Schmerzen im Leistenbereich
  • LWS- und ISG-Probleme
  • Asymmetrien der Gesäßfalte
  • druckschmerzhafte Zonen in der LWS
  • Lig. supra- und interspinale können druckschmerzhaft sein


Kraftreduktion

  • HG-Extensoren
  • Ansatzreizungen & Kraftreduktion der HG-Abduktoren (pos. Trendelenburg)
  • Unterbauchmuskulatur geschwächt


Verkürzungen

  • lumbale Rückenstrecker hyperton & verkürzt
  • HG- Flexoren sind verkürzt


Beweglichkeit

  • vorgeneigte KLA Niveau HG
  • bei beginnender Arthrose Bewegungseinschränkungen im Sinne des Kapselmusters mit festem Endgefühl


konservative PT-Behandlung

  • Arbeiten in der geschlossenen Kette (Förderung der stabilisierenden Muskeln
  • Weichteiltechniken
  • Verbesserung HG-Ext & HG-Abd, bei beginnender Coxarthrose auch die IR
  • MT LWS & ISG
  • Verbesserung von Kraft und Koordination der Hüft- & Beinmuskeln (geschl. Kette)
  • Einnahme von Entlastungsstellungen


OP

  • Valgisierungsosteotomie durch Plattenosteotomie
  • post-OP: Mobi ohne Belastung, 6 Wochen maximaler Sohlenkontakt, bis zur 12. Woche Sohlenkontakt steigern (Rö-Befund)