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  • Äthiopathogenese
    • meist angeborene Anlagestörung
      • Dysplasie
      • Dystopie - Patellahochstand ( Patella alta )
      • Genu valgum ( C – Bein)
      • Abnormität im Kniestreckautomat z.B. Retinaculum mediale zu schwach
      • Abnormität des vastus medialis ( vastus lateralis zu stark)
      • BG – Schwäche
      • abgeflachte/schmale Rinne (Gelenkpartner)
    • erworben
      • muskuläre oder ligamentäre Schäding nach Trauma
      • infolge von Wachstumsstörungen
    • ! mehr Mädchen als Jungen betroffen!


  • Symptome
    • plötzliches wegknicken des KG’s 8bei schnellen Bewegungen)
    • nicht belastbar ( Quadrizepsinsuffizienz)
    • scharfer Schmerz ( nicht bei rezidivierenden Luxationen)
    • evt. Luxationsstellung
    • blutiger, intraartikulärer Erguß


  • Diagnose
    • schwer da Patella meist alleine zurückspringt
    • „giving way“ Phänomen
    • Dysplasie


  • Operationstechniken
    • allgemein: Luxationsweg der Patella verläut nach lateral
    • Ziel aller Operationsmöglichkeiten ist die Umlenkung der Zugrichtung nach medial
    • Zügelungsplastiken der Patella in Form reiner Weichteiloperationen
    • knöcherne OP erst nach Abschluss des Wachstums

    • Operation nach Elmslie – Trillat
      • Indikationen
        • rezidivierende Patellaluxationen
        • bei Lateralisation und Subluxation der Patella
      • Operatives Vorgehen
        • spalten des Retinaculum patellae laterale
        • tuberositas tibiae wird osteotomiert und nach medial versetzt
        • raffen der Gelenkkapsel an der medialen Seite
      • postoperative Behandlung : Elmslie – Trillat & Kroguis – Roux
        • Redon – Saugdrainagee
        • 6 Wochen Entlastung
        • 2 Wochen limitiertes Bewegungsausmaß Ex / Flex 0 / 0 / 60
        • nur assistives bewegen
        • 4 Woche: zunehmend freies bewegen, 90 ° Flex
        • nach Osteotomiedurchbauung ( nach ca. 6 Wochen) auf VB steigern & Flexionsausmaß weiter steigern
        • evt. Elektrotherapie
        • nach 3 Monaten : Sport ohne große belastung

    • Operation nach Roux – Goldwait
      • Indikationen
        • rezidivierende, angeborene und habituelle Patellaluxation im Kindalter
        • therapieresistente Subluxation
        • laterales Hyperkompressionssyndrom
      • operatives Vorgehen
        • Spaltung des Lig. Patellae
        • Lat. Teil wird distal abgelöst, unter dem medialen Teil durchgeführt und medial der tuberositas ****tibiae in Höhe des Pes anserinus refixiert
      • postoperative Behandlung
        • Redon – Saugdrainage
        • 6 Wochen Ruhigstellung im Gipstutor oder ROM Schiene die Bewegung auf limitierte Bewegunsausmaß begrenzt
        • 10 – 20 kg Teilbelastung von Anfang an
        • anfangs 40 ° Flex ( 60° Flex in den ersten 12 Wochen)

    • OP nach Krogius – Roux
      • Indikationen
        • habituelle und rezidivierende Patellaluxation
        • Lateralisation und Subluxation der Patella ohne Retropatellararthrose
      • operatives Vorgehen
        • Ablösung eines Streifen am Retinaculum patellae mediale, der bis zum M. vastus med. hineinreich
        • Dist. Ende wird an der Tibia nach lateral verlagert
        • dist. Ende des Lig. patellae wird an der tuberositas tibiae abgelöst und nach med. verlagert ( ****Fixation mit Schraube)



  • Physiotherapie ( nach allen operativen Methoden)
    • Verkürzung: M. tensor f. l. , vastus lateralis ( verstärken Luxationstendenz!!!) Dehnen
    • Quadrizepsaktivierung ( auch mit tapping)
    • Aktivierung M. vastus med.
    • Über Irradiation arbeiten ( danach geschlossene Kette ) z. B. PNF Fußpattern, Neigung der **Körperlängsachse Drehpunkt HG aus dem Langsitz…
    • Motorschiene im limitierten Bewegungsausmaß